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Rauwarenzurichter/-in

Lehrzeit: 2 Jahre

 Berufsbeschreibung

Bei Rauwaren handelt es sich um unverarbeitete, rohe Tierfelle, die aber bereits der Gerbung unterzogen wurden.

RauwarenzurichterInnen fertigen aus dieser Rohware Pelze, die anschließend von unterschiedlichen Industriefeldern weiter verarbeitet werden können. Sie arbeiten dabei mit typischen Nutztier-Fellen wie Nerz, Kuh oder Hase, aber auch mit ungewöhnlichen oder exotischen Tierfellen, grundsätzlich beherrschen sie die Verarbeitung aller Fellarten. Zunächst erlernen RauwarenzurichterInnen die Grundlagen verschiedener Tierfelle und lernen sie hinsichtlich ihrer Eigenschaften bei der Verarbeitung kennen. Im Bereich der Nasswerkstatt kann von RauwarenzurichterInnen die Gerbung des Fells gefordert sein. Dies geschieht unter Zuhilfenahme von chemischen und pflanzlichen Stoffen, die speziell für die Erhaltung des Fells gemacht sind; es handelt sich um etwas andere Verfahren als bei der Gerbung etwa von Leder. In der Trockenwerkstatt werden gegebrte Rauwaren weiter verarbeitet und veredelt. Hierbei wird dem fertigen Fell mithilfe von chemischer und mechanischer Bearbeitung die Eigenschaft verliehen, die für seinen Einsatz vorgegeben ist. Es kann beispielsweise abschließend gefärbt werden. Dafür stehen ihnen auch Maschinen und Hilfsmittel zur Verfügung, sodass sie nicht mehr händisch arbeiten müssen.

Arbeit finden RauwarenzurichterInnen in spezialisierten Fachbetrieben sowie in Gerbereien. Wenn es sich um einen größeren Betrieb handelt, arbeiten sie arbeitsteilig entweder in der Nass- oder Trockenwerkstatt und spezialisieren sich auf einen der beiden Bereiche der Fellverarbeitung.

 Voraussetzungen

Wer eine Lehre zum/zur RauwarenzurichterIn anstrebt, darf keine moralischen Probleme mit der Verwertung von Tieren oder mit dem Einsatz von echtem Fell und Pelz in der Mode und angrenzenden Bereichen haben.

Darüber hinaus ist der Lehrberuf gerade im Bereich der Nasswerkstatt nichts für zarte Gemüter, da hierbei noch mit unverarbeiteten Fellen gearbeitet wird. Wichtig für RauwarenzurichterInnen ist ein gutes Verständnis für chemische Vorgänge, da sie diese täglich einsetzen müssen werden. Zudem sollten sie gerne sowohl händisch als auch maschinell gesteuert arbeiten und sich in beiden Bereichen wohl und sicher fühlen.