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Präparator/-in

Lehrzeit: 3 Jahre

 Berufsbeschreibung

Das Berufsbild des/der PräparatorIn befasst sich mit der Aufbereitung von Tierkadavern zur Ausstellung und Präsentation.

Damit schützen sie die Tierkörper vor Verwesung, Schädlingsbefall und anderen natürlichen Prozessen. Sie erlernen dazu zunächst biologische Grundlagen vieler Tierarten vom Insekt bis hin zum Säugetier, denn der Beruf setzt neben händischer Tätigkeit auch die Inszenierung des präparierten Tieres voraus, sodass es wie lebendig oder zumindest realitätsgetreu wirkt. PräparatorInnen beherrschen den Umgang mit chemischen Substanzen, die dazu in der Lage sind, Haut, Fell und die inneren Bereiche eines Tiers zu präparieren und vor dem natürlichen Zerfall zu bewahren. Dazu müssen sie gegebenenfalls die verderblichen Bestandteile eines Tierkörpers wie die Innereien oder die Augen entfernen und sie durch künstliche Teile ersetzen. Auch die Reinigung und die Kaschierung eventueller Wunden wie einer Schusswunde gehört dazu. Ist der Tierkörper fertig präpariert, bilden PräparatorInnen je nach Anforderung auch die natürliche Umgebung des Tieres ab und erschaffen damit ein künstlerisches Werk. Da PräparatorInnen grundsätzlich mit allen erdenklichen Tierarten in Berührung kommen, also auch mit seltenen und geschützten Arten, sind sie auch für die Überprüfung der Herkunft eines Tierkörpers zuständig und übernehmen damit eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe.

Arbeit finden PräparatorInnen in spezialisierten Betrieben, aber auch in der Herstellung von Tierkörpern und -modellen für die Bildung. Mit entsprechender Berufserfahrung erlernen PräparatorInnen auch spezielle Verfahren, wie sie etwa der deutsche Künstler Gunther von Hagen anwendet, um innere Organe nach einem von ihm entwickelten Verfahren zu konservieren.

 Voraussetzungen

Wer eine Lehre zum/zur PräparatorIn anstrebt, sollte neben einem gewissen Grundrespekt vor dem Leben eines Tiers einen starken Magen mitbringen.

Zart Besaitete oder Menschen mit moralischen Problemen mit dieser Verarbeitungsform von toten Tieren werden sich in diesem Lehrberuf nicht wohl fühlen. PräparatorInnen brauchen neben händischem Geschick auch künstlerisches Talent und sollten Interesse an der Biologie mitbringen, da sie mehr beherrschen müssen als die reine Konservierung und Aufbereitung von verstorbenen Tieren.