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Pharmatechnologe/-in

Lehrzeit: 3 1/2 Jahre

 Berufsbeschreibung

Das Berufsbild des/der Pharmatechnolog(e)in ist ein im Jahr 2008 neu eingeführter Lehrberuf, der den wachsenden Bedarf an geschulten Fachkräften in der Produktion von Pharmaprodukten und Medikamenten decken sollte.

Gedacht war auch eine Angleichung an verwandte Lehr- und Ausbildugnsberufe in der Bundesrepublik Deutschland sowie in der Schweiz. Der/die Pharmatechnolog(e)in ist für die Steuerung und Überwachung der meist vollautomatischen Produktion von Medikamenten und verwandten Produkten in modernen Pharmabetrieben zuständig und übernimmt auch die wichtige Aufgabe der laufenden Qualitätskontrolle. Dazu erlernen Pharmatechnolog(e)innen die Grundlagen der Auswahl und Kontrolle von Rohstoffen und Hilfsmitteln, denn diesen Schritt wickeln sie vor der Produktion durch industrielle Anlagen eigenständig ab. Während der Produktion kontrollieren sie mithilfe von Rechnersystemen die erforderlichen Werte, die für jedes Medikament unterschiedlich sind. Gegebenenfalls nehmen sie Optimierungen vor und dokumentieren während der gesamten Produktion die erforderlichen Schritte, die teils gesetzlich vorgeschrieben und/oder auch normiert sind. Pharmatechnolog(e)innen besitzen Kenntnisse im Qualitätsmanagement sowie in GMP-Verfahren (Gute Herstellungspraxis). Sie führen auch Reinigungsarbeiten an den Maschinen durch und kontrollieren nicht nur die Qualität der Medikamente, sondern auch der Verpackungen und Beipackzettel.

Arbeit finden Pharmatechnolog(e)innen in nahezu jedem Pharmaunternehmen. Es kann sich dabei um die Hersteller klassischer Medikamente handeln, aber auch um Betriebe, die sich auf alternative Verfahren und Medikamente spezialisiert haben.

 Voraussetzungen

Interesse an der menschlichen Gesundheit sowie an der Wirkungsweise verschiedener Medikamente oder allgemein chemischer Stoffe ist eine Grundvoraussetzung für den Lehrberuf des/der Pharmatechnolog(e)in.

Wer gute Schulnoten in Chemie hatte, wird sich in diesem Beruf sehr wohl fühlen, da es auch hierbei ums Verständnis chemischer Stoffe und Verbindungen geht. Lehrlinge dürfen aber auch keine Scheu vor industriellen Anlagen und Rechnersystemen mitbringen und sollten dazu in der Lage sein, sich gut in Labor- und Messtechnik einzufinden, auch wenn sie ihnen noch nicht bekannt ist.