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Kerammaler/-in

Lehrzeit: 2 Jahre

 Berufsbeschreibung

Das Berufsbild des/der KerammalerIn befasst sich mit der Bemalung und Dekoration von Rohformen aus Ton, Keramik und anderen mineralischen Materialien.

Sie erlernen im Rahmen der Lehre zunächst die erforderlichen Techniken, zu denen neben dem Auftragen von Farbe mit Pinseln und Sprühanlagen oder der Aufbringung einer Glasur auch das Engobieren mit farbigem Ton gehört, der ins Keramik eingebrannt wird. Auch Druck- und Stempeltechniken gehören zu den Arbeitsmethoden, die KerammalerInnen beherrschen müssen. Teils arbeiten KerammalerInnen auch heute noch händisch und verwenden dabei feine Pinsel, Sprühwerkzeuge und andere Arbeitsgeräte, mit denen eine sehr feine Anpassung an die Arbeitsaufgabe möglich ist. Es kommen aber auch immer mehr industrielle Anlagen zum Zuge, die eine Automatisierung ermöglichen und großteils durch Rechnersysteme gesteuert werden. Sie sind vor allem in der Serienbemalung von Keramik-Rohteilen in Gebrauch und automatisieren diese Aufgabe. KerammalerInnen müssen dazu den sicheren Umgang einerseits mit den Arbeitsmaterialien beherrschen, andererseits aber auch mit Brennöfen, in denen Farben und Glasuren gefestigt werden. Zudem können sie auch künstlerisch arbeiten und individuelle Anfertigungen nach Kundenwunsch vornehmen, wobei sie aus dem Schatz ihrer Kompetenzen eigenständig die Produktion einbringen und die geeigneten Materialien und Werkzeuge selbst beschließen.

Arbeit finden KerammalerInnen in Unternehmen, die Keramik-Rohteile abschließend verschönern und für den Verkauf aufbereiten. Meist sind dies die Betriebe, die auch die Rohlinge anfertigen.

 Voraussetzungen

Wer gerne malt und sich vorstellen kann, mit Farben, Glasuren, Engoben und ähnlichen Materialien zu arbeiten, ist mit dem Beruf des/der KerammalerIn gut beraten.

Wichtig ist auch, dass man sich gut in neue, unbekannte Technik einfinden kann und dabei auch Sicherheit in der Verwendung von Pinseln, Sprühaufsätzen und den anderen typischen Arbeitsmaterialien mitbringt oder sich vorstellen kann, diese zu entwickeln. Angst vor den Öfen darf man ebenfalls nicht haben, da KerammalerInnen manche Werkstoffe unter hoher Hitze festigen müssen. Auch die händische Arbeit, die jedoch seltener geworden ist, sollte kein Problem darstellen.