MENÜ


Hohlglasveredler/-in - Glasmalerei

Lehrzeit: 3 Jahre

 Berufsbeschreibung

Das Berufsbild des/der HohlglasveredlerIn kann in mehreren Spezialisierungen erlernt werden, eine davon ist die Glasmalerei.

Es handelt sich dabei um die künstlerische Sparte der Hohlglasveredelung, mit der größtenteils hohle Glasformen wie Trinkgläser oder Vasen gemeint sind. Zu den Grundlagen, die zu jeder HohlglasveredlerInnen-Lehre gehören, zählt die Kenntnis des Werkstoffs Glas. Anschließend erlernen HohlglasveredlerInnen die Unterschiede zwischen Aufsicht- und Durchsichtmalerei, denn die Glasmalerei arbeitet nicht nur über die Formen und Farben, sondern auch über die Veränderung der Durchsichtigkeit des Glases. Bei der Aufsichtmalerei wird mit Farben gearbeitet, die die Transparenz des Glases einschränken und dadurch beispielsweise auf Trinkgläsern besonders gut sichtbar sind. Die Durchsichtmalerei nutzt dagegen transparente Farben und man kann durch das bemalte Glas immer noch hindurchsehen, sodass die Technik beispielsweise für Fensterglas geeignet ist. Wichtig ist neben der Kenntnis der Farbwirkung auch der Einsatz verschiedener Arbeitsmaterialien, wozu Pinsel und andere Auftragewerkzeuge gehören. HohlglasveredlerInnen in der Glasmalerei kennen aber auch andere Werkstoffe wie Metall, die sie beispielsweise für die Konstruktion von Glasmosaiken brauchen. Auch der Umgang mit Schmelzöfen, Säuren zur Festigung der Farbe und anderer Maschinen gehören zu ihren Grundkenntnissen.

Arbeit finden HohlglasveredlerInnen in der Glasmalerei beispielsweise in der Restauration alter Glasteile wie Kirchenfenster, aber auch in Betrieben, die fertiges Roh-Hohlglas abschließend verarbeiten. Oft handelt es sich dabei um die gleichen Betriebe, die Glasteile vorher anfertigen.

 Voraussetzungen

Eine gute Feinmotorik und etwas künstlerische Begabung sollten angehende HohlglasveredlerInnen in der Glasmalerei mitbringen.

Wer gerne künstlerisch arbeitet, wenn auch nach Vorgabe, wird sich als HohlglasveredlerIn - Glasmalerei wohl fühlen. Angehende Lehrlinge sollten sich außerdem mit dem Werkstoff Glas identifizieren können und dürfen auch für Maschinen und Anlagen wie Schmelzöfen keine Angst haben. Da HohlglasveredlerInnen - Glasmalerei auch mit der Restauration zu tun haben, tut ihnen etwas geschichtliches Interesse ebenfalls gut und hält den Lehrberuf langfristig interessant.