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Handschuhmacher/-in

Lehrzeit: 3 Jahre

 Berufsbeschreibung

Der traditionelle Beruf des/der HandschuhmacherIn fertigt Handschuhe nach Maß und individuellem Kundenwunsch oder in Serie in der industriell gesteuerten Manufaktur.

Als Grundinhalt der Lehre erlernen HandschuhmacherInnen zunächst Materialkunde und geraten dabei in Berührung mit den Werkstoffen, mit denen sie in ihrem beruflichen Alltag zu tun haben werden. Dazu gehören beispielsweise Leder, aber auch Stoffe und verwandte Materialien. Danach sind HandschuhmacherInnen dazu in der Lage, eigenständig das richtige Material für einen Handschuh auszusuchen und die dekorativen Aspekte ebenso zu berücksichtigen wie die praktischen Seiten. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Kenntnis und Beherrschung der verschiedenen Stich- und Verarbeitungstechniken, die in der händischen und industriellen Verarbeitung eingesetzt werden. Da HandschuhmacherInnen heutzutage auch mit industriellen Maschinen zur Fertigung von Handschuhen in Serie arbeiten, brauchen sie auch Kenntnisse und Sicherheit im Umgang mit diesen maschinellen Anlagen. Dazu gehören nicht nur das Verständnis der Funktionsweise dieser Maschinen, sondern auch der Rechneranlagen, über die sie gesteuert werden. Parallel dazu beherrschen HandschuhmacherInnen natürlich immer noch die händischen Grundkenntnisse wie das Maßnehmen zur Anfertigung eines Unikats nach Kundenwunsch.

Arbeit finden HandschuhmacherInnen in Betrieben, die sich auf Handschuhe spezialisiert haben oder diese auch nur als Teil ihres Sortiments selber herstellen. Sie können aber auch in kleineren Unternehmen arbeiten, in denen Handschuhe nach Maß angefertigt werden.

 Voraussetzungen

Wer eine Lehre zum/zur HandschuhmacherIn anstrebt, sollte gerne nähen und feinmotorisch mit den Händen arbeiten, aber auch keine Angst vor moderner Technik und Rechnern haben.

Beides gehört zum Berufsbild des/der HandschuhmacherIn. Gute Nähkenntnisse können erlernt werden, bestenfalls aber macht die Arbeit mit Nadel und Faden angehenden Lehrlingen schon jetzt Freude und gehört vielleicht sogar zu ihren Hobbys. Technisches Grundverständnis wird die Arbeit mit industriellen Maschinen, Anlagen und Rechnersystemen erleichtern. Da man in diesem Zusammenhang auch genug von ihrer Funktionsweise verstehen muss, um Reparaturbedarf zu erkennen, sollte man zumindest keine Angst vor ihnen haben und bereit sein, sich auch mit dem technischen Aspekt des Berufs zu befassen.