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Gerber/-in

Lehrzeit: 3 Jahre

 Berufsbeschreibung

GerberInnen verarbeiten Tierhäute zu Fellen und Leder, das anschließend von verschiedenen Industrien als Rohstoff eingesetzt werden kann.

Sie übernehmen dabei die Rotgerbung mit pflanzlichen Gerbstoffen sowie die Weißgerbung mit mineralischen Arbeitsmaterialien, aber auch die Sämischgerbung mit Fetten. In der Lehre zum/zur GerberIn erlernen Lehrlinge den Umgang mit den angelieferten Tierhäuten, die entweder vorbehandelt oder auch komplett unverarbeitet angeliefert werden. Anschließend folgt die Behandlung mit den chemischen Wirkstoffen und Arbeitsmaterialien, die in einer Gerberei eingesetzt werden. Da sie teilweise aggressiv und hochwirksam sind, muss der sichere Umgang mit ihnen während der Lehre zuverlässig vermittelt und sorgfältig erlernt werden. Dazu gehört auch die sichere und sachgemäße Bedienung mit den Maschinen und Arbeitsgeräten, mit denen GerberInnen während der täglichen Arbeit zu tun haben. Zu den Arbeitsschritten, die GerberInnen beherrschen müssen, gehören unter anderem die Enthaarung der Tierhäute, die Trennung des wertvollen Narbenspalts vom unerwünschten Fleischspalt sowie auch die Erhaltung von Fell und Haaren, falls aus der Tierhaut ein Fell hergestellt werden soll. Dabei erlernen sie die Besonderheiten verschiedener Häute von den Tierarten, mit denen sie arbeiten müssen und die sich in der korrekten Verarbeitung deutlich voneinander unterscheiden.

Während das Gerbereigeschäft früher vor allem nichts für schwache Gemüter war, ist das heute dank der maschinellen Ausstattung eines professionellen Betriebs anders. Gerbereien stellen auch heute noch GerberInnen ein und sind das hauptsächliche berufliche Umfeld für Lehrlinge.

 Voraussetzungen

Wer eine Lehre zum/zur GerberIn anstrebt, sollte zunächst keine moralischen Bedenken mit der Verwendung von Tierhaut und Tierfellen haben, vor allem im Bereich der Mode.

Die Tierhäute sind natürlichen Ursprungs und werden es deswegen erfordern, trotz der vorherige Aufbereitung durch Lieferanten zumindest keine schwachen Nerven zu haben. Wer vielleicht selbst gerne Leder oder Felle trägt, wird sich als GerberIn wohl fühlen und kann die Lehre mit Erfolg absolvieren.