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Geoinformationstechniker/-in

Lehrzeit: 3 Jahre

 Berufsbeschreibung

Das Berufsbild des/der GeoinformationstechnikerIn ist in der Erstellung und Aktualisierung von Landkarten.

Es handelt sich dabei um einen traditionellen Beruf, der heute aufgrund von automatisierten Systemen selten wird. Dazu erlernen sie zunächst geographische Grundlagen der Kartographie und erfahren, wie sich geographische Gegebenheiten kartographisch darstellen lassen. In erster Linie stellen sie auf dieser Basis Rohlinge für den Druck oder die weitere Verarbeitung einer Karte her. Diese bereiten sie für den Druck auf, wobei sie spezifische Formen des Drucks berücksichtigen können müssen. Für eine aktuelle Karte für einen Schulatlas brauchen Drucker beispielsweise andere Unterlagen als für die Erstellung einer dreidimensionalen Wandkarte. Zudem beherrschen GeoinformationstechnikerInnen die eigenständige Anfertigung von Karten - eine Tätigkeit, die fast in den künstlerischen Bereich abdriftet, da sie beispielsweise für die Kennzeichnung der verschiedenen Höhenstufen feine Pinsel und jeweils unterschiedliche Farben und Maltechniken einsetzen können müssen. GeoinformationstechnikerInnen beherrschen aber auch die Umsetzung von Karten in ein modernes Format, beispielsweise als Datei für den Computer. In der beruflichen Praxis spezialisieren sich GeoinformationstechnikerInnen auf einen spezifischen Bereich der Kartografie, etwa auf Wanderkarten oder auf Karten für die Verwendung durch die Industrie. Sie arbeiten beispielsweise bei Verlagen, aber auch im Bereich der Geografie oder in der Baubranche. Teils sind sie auch in der Architektur beschäftigt, wenn es gilt, Gelände auszumessen und Karten nach bestimmten Vorgaben zu erstellen, die es in dieser Form noch nicht gibt.

 Voraussetzungen

Wer eine Lehre zum/zur GeoinformationstechnikerIn anstrebt, sollte geographisch interessiert sein und gerne auch designen oder ansatzweise künstlerisch tätig werden.

Außerdem ist ein gutes Grundverständnis von Zahlen wichtig, da sie Maßstäbe umrechnen und auch andere Kalkulationen vornehmen müssen. Gute Schulnoten in Geographie und technischen Fächern sind eine Grundvoraussetzung. Zudem sollten GeoinformationstechnikerInnen gerne händisch gestalten und müssen eine Affinität zum Computer mitbringen, da er zu ihren hauptsächlichen Arbeitswerkzeugen gehört.